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b2 Küchenwerkstatt

Die Küche als Werkstatt |
Die Wiederentdeckung des Bewährten

Ordnung, Übersicht und Griffbereitschaft von Werkzeug und Material: Diese goldene Handwerksregel hat sich seit Jahrhunderten von Generation zu Generation vererbt, ebenso wie die typische Ausstattung der Werkstatt des Handwerkers. Man suchte und fand stets einfache, gute Lösungen; sie mussten praktisch, solide und dauerhaft sein. Auf natürliche Weise folgte die Ästhetik der Funktionalität.
In den Küchen der vergangenen Jahrhunderte, aber auch in den Küchen der zeitgenössischen Gastronomie hängen die Werkzeuge, die Schöpfkellen und Pfannen ebenfalls griffbereit an der Wand oder über den Kochstellen, die Töpfe und Schüsseln stehen in einfachen Regalen. Noch Anfangs des 20. Jahrhunderts gab es Firmen, die sowohl Schreinerwerkzeug als auch Küchenwerkzeug anfertigten: für die Schreinerei den Werkzeugschrank mit Hobeln, Feilen, Stemmeisen, Hämmern und Winkelmaß, für die Küche den Halter mit Schneidbrettern, Nudelholz und Kochlöffeln.
Die Haushaltsforscherin Erna Meyer, die auch die Architekten der Weißenhofsiedlung, die 1927 als Demonstrationsobjekt des Werkbundes in Stuttgart entstand, beraten hatte, riet in ihrem Buch »Der neue Haushalt« zur Anordnung der Küchenwerkzeuge, wie man sie aus der Schreinerwerkstatt kennt. Erna Mayer empfahl schon damals: »… über der Anrichte oder dem Herd in einem Werkzeugschrank.« Die Werkstatt der Schreiner wurde auch zum Ort der Inspiration und gab die Anregungen für die Konstruktion der Küchenwerkbank.

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